Melting Arctic

Tag: Abrupter Klimawandel

Exponentielle Entwicklung, Methan und Abrupter Klimawandel

methane skyrocket

(Global Mathane Levels, von Sam Carana auf: http://arctic-news.blogspot.de/2014/09/methane-levels-threaten-to-skyrocket.html)

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Abrupter Klimawandel – Teil 5

Love the Life you Live, Live the Life you Love.

(Bob Marley)

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Abrupter Klimawandel – Teil 3

Fever

(Bild: Thermometer Fever von NoPetrol auf commons.wikimedia.org, cc-by-sa)

Im letzten Teil meiner Blog-Serie hatte ich über Rückkopplungsschleifen und Exponentielle Entwicklungen geschrieben. Allein mit der Freisetzung von Methan aus der Arktischen See und den auftauenden Permafrost-Böden z.B. in Sibirien lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit erklären, dass ein Abrupter Klimawandel (abrupt climate change) schon unterwegs ist.

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Abrupter Klimawandel – Teil 2

– Fakten, Teufelskreisläufe und Methan –

Was passiert denn gerade beim Klimawandel, dass die Menschheit auszusterben droht? Wieso nehmen so wenige Leute, Politiker, Wissenschaftler, Journalisten davon Kenntnis? Das sind doch extreme Meiungen einer verschwindend kleinen Minderheit. Da kann doch nichts dran sein! Oder doch? Was sagen die Fakten?

CO2 größer 400 ppm

Die CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre hat über 650.000 Jahre zwischen 180 und 280 ppm (parts per million) geschwankt. So stellt es die NASA dar, die ich für ziemlich unverdächtig halte, mit Phantasiedaten Panikmache schüren zu wollen. Seit Mitte des letzten Jahrhunderts ist diese Kurve senkrecht durch die Schallmauer von 300 ppm gerauscht. Aktuell wird die 400er Marke durchbrochen. Nun noch 2 Fakten hinzu: Seit den 1970er Jahren sind so viele Treibhausgase emitiert worden, wie in den 236 Jahren zuvor. Es dauert 40 Jahre vom Anstieg des CO2 bis zum Temperaturanstieg. (siehe: CAROLYN BAKER, GUY MCPHERSON: Extinction Dialogs, S. 55, 56) Für mich ist es damit völlig plausibel,

  • dass wir in einer beschleunigten (Menschen gemachten) Freisetzung von Treibhausgasen sind,
  • dass der daraus resultierende globale Temperaturanstieg erst noch verstärkt kommt
  • und dass es sehr unwahrscheinlich ist, die Entwicklung kurzfristig (in wenigen Jahrzehnten) anzuhalten oder gar umzukehren.

Bisher ging es vor allem um CO2. Dadurch haben wir schon einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 0,85 Grad Celsius. Klingt nicht viel, aber insbesondere in einigen Meeresregionen sind mit mehreren Grad Temperaturanstieg ungeheure Energiemengen gespeichert. Gelegentlich bekommen wir das durch Rekord-Unwetter zu spüren.

Exponentielle Entwicklung

Für viele Menschen sind exponentielle Entwicklungen nur schwer vorstellbar. Mal angenommen, die globale Temperatur erhöht sich in einem Jahr um 0,1 Grad – nicht viel – nun aber jedes Jahr um das jeweils doppelte. Ups, dann sind wir in 8 Jahren mit einem Temperaturanstieg von 12,8 Grad ausgestorben. Ich meine nicht, dass es genau so kommt. Der Effekt, dass man am Ende von der Entwicklung überrannt wird, ist wohl aber deutlich geworden.

Feedback-Schleifen

Solche Beschleunigungseffekte gibt es bei selbstverstärkenden Rückkopplungsschleifen (Self-Reinforcing Feedback Loops). Ein Beispiel ist das Abschmelzen von Eis und Schnee. Je weniger Eis zurückbleibt, desto weniger wird das Sonnenlicht reflektiert, es wird wärmer, Eis schmilzt usw. Wahrscheinlich liegt es an diesem sich beschleunigenden Effekt, dass regelmäßig die pessimistischsten Prognosen zum Klimawandel übertroffen wurden. Im jüngsten Bericht des Weltklimarates (IPCC) ist nichts von solchen feedback loops zu lesen. Während ich dies gerade schreibe, hat Guy McPherson 42 solcher klimarelevanten Teufelskreise gezählt. Allem voran und schon allein Grund zur Sorge ist die Freisetzung von Methan insbesondere in der Arktischen See und aus auftauenden Permafrostböden.

Methan

Methan ist ein vielfach effektiveres Treibhausgas als CO2. Große Mengen davon sind unter bestimmten Temperatur- und Druckbedingungen als Methanhydrat am Meeresboden gebunden. Die Arktische See wird ohne Zweifel jeden Sommer mehr von Eis befreit. Das Wasser dort wird zusätzlich durch veränderte und wärmere Meeresströmungen erwärmt. Schon jetzt werden große Mengen von Methan in Form von aufsteigenden Gas-Bläschen frei. Sam Carana geht davon aus, dass allein durch diese Methanfreisetzung die globale Temperatur um mehr als 4 Grad C bis 2030 und 10 Grad C bis 2040 erhöht wird. Was solche Temperturanstiege für uns Lebewesen auf der Erde bedeuten, werde ich im nächsten Teil unter die Lupe nehmen.

Links

Schneller als gedacht – Abrupter Klimawandel

global temperature

(Bild: NASA Global Warming, Quelle: data.giss.nasa.gov)

Zu spät?

Der amerikanische Wissenschaftler Guy McPherson rechnet mit einem abruptem Klimawandel, massiven Veränderungen des menschlichen Habitats und dem daraus folgenden Aussterben der menschlichen Spezies.

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